Kreditlexikon/Kreditarten von A – Z

Kreditarten von A – Z

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Abrufkredit

Der Abrufkredit ist von seiner Form her eine Art Dispositionskredit. Bei der Vergabe erfolgt eine Festlegung der Höhe eines Verfügungsrahmens für den Kreditnehmer. Eine Rückzahlung erfolgt hier in monatlichen flexiblen Raten. Daneben besteht für den Kreditnehmer auch die Möglichkeit, Sonderzahlungen zu tätigen. Diese haben den Vorteil, dass dabei eine Zinsminderung erfolgt. Im Gegensatz zum Dispositionskredit sind bei einem Abrufkredit die monatlichen Zinsen verhältnismäßig niedriger.  In der Regel liegen sie hier unter 9 %. Der Abrufkredit ist für Angestellte und auch Selbstständige vorgesehen. Ein Abrufkredit ist normalerweise an ein Girokonto gekoppelt. Sollte der Kreditnehmer nicht über ein solches verfügen, dann erfolgt vor der Vergabe eine Neueröffnung.

Wie auch bei anderen Krediten sind die Konditionen von Bank zu Bank unterschiedlich.

Abzahlungskredit

Ein Abzahlungskredit ist in der Regel nichts anderes als ein Konsum- oder Ratenkredit. Die Tilgung der Kreditschuld eines solchen Kredits erfolgt in regelmäßigen, hier meist monatlichen Abständen.

Vor der Vergabe eines Abzahlungskredits erfolgt die Festlegung des Zinssatzes.

Diese Kreditart wird von den Banken heute meist für die Anschaffung von diversen Konsumgütern vergeben.

Abzugskredit

Ein Abzugskredit bezeichnet einen Kredit, wobei die Vergabe durch ein Kreditunternehmen nur an besonders nahe stehende Personen oder Institutionen erfolgt, beispielsweise einem Gesellschafter des Unternehmens. Dabei hat der Kreditgeber die Pflicht die vergebenen Kredite mit bei der Ermittlung des Eigenkapitals heranzuziehen. Sie werden dabei vom Eigenkapital abgezogen, daher auch der Name Abzugskredit.

Bei der Vergabe eines solchen Kredits muss durch den Kreditgeber eine Meldung an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, der BaFin, erfolgen. Alle erforderlichen Informationen dazu sind im § 4 der entsprechenden Anzeigeordnung, AnZV, geregelt.

Zur Meldung müssen dabei alle Daten der jeweils beteiligten Personen, sämtliche Bedingungen und auch Konditionen, sowie Sicherheiten des Kredits kommen.

Die Vergabe der Kredithöhe ist dabei immer von der Höhe des bestehenden Eigenkapitals der Banken abhängig.

Die Meldung über jede Kreditvergabe ermöglicht so, einen Überblick über das bestehende Eigenkapital der Banken zu erhalten.

Akzeptkredit

Der Akzeptkredit beschreibt eine besondere bestehende Geschäftsbeziehung zwischen einem Unternehmen und einer Bank. Ein Akzeptkredit basiert auf der Grundlage, dass die Bank von ihrem Kunden einen Wechsel akzeptiert. Eine Vergabe eines solchen Kredits erfolgt nur an Kunden mit einer ausgezeichneten Bonität, wobei stets eine Zahlungsfähigkeit zu erwarten ist.

Allzweckkredit

Ein Allzweckkredit wird von Kreditunternehmen normalerweise ohne jegliche Bindung   an bestimmte Verwendungszwecke vergeben.

Normal erfolgt eine Vergabe  an Privatpersonen. Hier ist er dann auch als Konsumenten- oder Sofortkredit bekannt.

Arbeitgeberdarlehen

Bei einem Arbeitgeberdarlehen werden vom Arbeitgeber freiwillig finanzielle Mittel an einen Arbeitnehmer gezahlt. Solch ein Darlehen ist auch  als „betriebliche Sozialleistungen“ bekannt. Die Auszahlung erfolgt dabei vollkommen unabhängig von der jeweiligen Arbeitsleistung des Arbeitnehmers. In der Regel steht das Arbeitgeberdarlehen für ein ganz normales Darlehen, wie von einem anderen Kreditgeber. Aber auch hier sind gesetzliche Bestimmungen bei dem Abschluss eines Darlehenvertrages einzuhalten.

Durch die Vergabe eines Arbeitgeberdarlehens kann eine gezielte Mitarbeitermotivation erfolgen und gleichzeitig wird der betreffende Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden.

Normalerweise sind die Konditionen eines solchen Darlehens recht günstig. Es besteht für jeden Arbeitnehmer ein Rechtsanspruch auf ein Arbeitgeberdarlehen.

Solche Darlehen werden meist zum Kauf einer Immobilie oder Eigentumswohnung an den Arbeitgeber vergeben.

Autokredit

Ein Autokredit wird in Form eines zweckgebundenen Ratenkredits vergeben. Alle Bedingungen und Konditionen werden hierzu vertraglich geregelt. Eine Tilgung der Kreditsumme erfolgt dabei in monatlich festgelegten Raten. In den Raten sind die zu zahlenden Zinsen enthalten. In den meisten Fällen sind die zahlbaren Zinsen über den gesamten Vertragszeitraum festgeschrieben. Die Vergabe eines Autokredits erfolgt normalerweise beim Kauf über Direktbanken der Autohersteller. Dabei können die Bedingungen und auch Konditionen recht unterschiedlich sein.

Als Sicherheit für die Vergabe des Kredits dient hierbei das erworbene KFZ. Demzufolge gehört es dem jeweiligen Hersteller, bzw. Bank, bis die letzte Rate gezahlt wurde. Natürlich besteht dann für den Kreditgeber auch das Recht, bei Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers das KFZ zu verwerten.

Der Autokredit ist meist auch an den Abschluss einer Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung gekoppelt.

Die Beantragung eines Autokredits ist aber nicht zwangsläufig an die Direktbank des Autoherstellers gebunden. Er kann genauso bei einer anderen Bank beantragt werden. In diesem Fall wird der Autokäufer dann zum Barzahler. Es besteht dann die Möglichkeit, dass er zwischen unterschiedlichen Anbietern und auch Rabatten wählen kann.

Annuitätendarlehen

Ein Annuitätendarlehen wird in der Regel bei einer Immobilienfinanzierung, dabei in Form eines Hypothekendarlehens oder auch Bauspardarlehens einer Bausparkasse vergeben.

Dabei werden dann während der gesamten Laufzeit jährlich gleiche Beträge vom Kreditnehmer getilgt. Bei einem Annuitätendarlehen wird normal ebenfalls für die gesamte Laufzeit ein fester, gleichbleibender Zinssatz vereinbart.

In der zu zahlenden Rate sind dabei ein Tilgungsbetrag und ebenso ein Zinsbetrag enthalten. Der Tilgungsbetrag dient dabei zur Reduzierung der Kreditsumme.

Anschaffungskredit

Ein Anschaffungskredit wird von einem Kreditgeber für diverse Konsumzwecke vergeben, darunter können u.a. Urlaubsreisen, Einrichtungsgegenstände fallen.

Die Konditionen werden vom Kreditgeber speziell an die persönlichen Bedürfnisse des Kreditnehmers angeglichen.

Der Kreditgeber prüft vor jeder Vergabe eines Anschaffungskredits die Bonität des Kreditnehmers. Dazu werden bei  der Schufa Auskünfte über die Kreditwürdigkeit eingeholt. Nebenbei ermittelt die Bank ebenfalls die mögliche finanzielle Belastung des Kreditnehmers. Diese Maßnahmen dienen gleichzeitig dazu, eine Überschuldung des Kreditnehmers zu verhindern.

Größere Sicherheiten sind bei einem Anschaffungskredit nicht notwendig. Die Bank verlangt dann lediglich bei der Vergabe des Kredits eine Einkommens- oder Lohnbescheinigung. Mitunter muss entweder noch eine Bürgschaft, eine Restschuldversicherung oder eine Abtretungserklärung erfolgen.

Die Länge der Laufzeit des Anschaffungskredits richtet sich dabei nach der jeweiligen finanziellen Situation des Kreditnehmers. Sie beträgt meist zwischen 72 Monaten und 6 Jahren.

Die Rückzahlung der Kreditsumme erfolgt dann in regelmäßigen, monatlichen Raten. In der Rate ist ein Tilgungsbetrag, Zinsen und auch angefallene Bearbeitungsgebühren enthalten. Es besteht aber auch für den Kreditnehmer die Möglichkeit, die Kreditsumme in einem Betrag zu tilgen.

Die Auszahlung der Kreditsumme erfolgt vom Kreditgeber in einem Betrag, meist auf das betreffende Konto des Kreditnehmers.

Allerdings kann auch die Zahlung direkt vom Kreditgeber an den Verkäufer der Waren gezahlt werden.

Daneben kann auch eine Barauszahlung erfolgen. Allerdings muss dies dann bereits bei Vertragsabschluss mit festgelegt werden.

Für einen Anschaffungskredit bestehen bestimmte Kündigungsfristen.

Ausbildungskredit

Der Ausbildungskredit wird nur als ein zweckverbundener Kredit vergeben. Er dient zur Finanzierung einer Aus- und Weiterbildung oder eines Studiums. Die Vergabe eines Ausbildungskredits ist dabei nicht an das jeweilige Einkommen der Eltern oder gar an den Bezug von Bafög gebunden. Die Bedingungen und Konditionen für einen solchen Kredit können dabei von Bank zu Bank recht unterschiedlich sein. Es ist für den Antragsteller immer von Vorteil  einen Kreditvergleich durchzuführen. Die Tilgung eines Ausbildungskredits muss immer vollständig und natürlich zuzüglich der festgesetzten Zinsen erfolgen.

Eine ganz besondere Form des Ausbildungskredits ist der so genannte Bildungskredit. Die Beantragung dieses Kredits kann er erst nach einem erfolgten Abschluss aller Zwischenprüfungen, also demzufolge erst im letzten Abschnitt des Studiums erfolgen. Ebenfalls haben hier das Einkommen und auch der Erhalt von Bafög keinen Einfluss auf die Vergabe eines solchen Kredits.

Ein Bildungskredit kann bis zu einer Höhe von 7.200 Euro beantragt werden. Auch er muss in voller Höhe zuzüglich der Zinsen zurückgezahlt werden. Der Bildungskredit ist ein Angebot vom Staat. Er kann über das Studentenhilfswerk beantragt werden.

Alle Konditionen und auch Modalitäten hinsichtlich der Rückzahlung werden bei Vertragsabschluss eines Ausbildungskredits festgelegt. Die Tilgung der Kreditsumme erfolgt normalerweise erst nach 5 bis 7 Jahren nach der Beendigung des Studiums.

Avalkredit

Der Avalkredit ist eine besondere Kreditform. Es erfolgt hier keine Vergabe von Kreditmitteln an den Kreditnehmer. Dieser kann hierbei von der Kreditwürdigkeit der betreffenden Bank einen Nutzen ziehen. Die „Kreditvergabe“ erfolgt bei einem Avalkredit in Form einer Bürgschaft oder Garantie durch die Bank. Er wird auch als Kreditanleihe bezeichnet.

Der Avalkredit dient zur Absicherung von Verbindlichkeiten eines Kreditnehmers gegenüber Dritter.

Zu den wohl bekanntesten Formen des Avalkredits gehört der Mietaval. Dabei werden die festgelegten Verbindlichkeiten des Kreditnehmers, des Mieters, vom Kreditinstitut übernommen.

Der Kreditnehmer muss bei einer Beantragung eines Mietavals eine einmalige Gebühr zuzüglich der laufenden Provisionen zahlen.

Der Vorteil eines Mietavals gegenüber einer Mietkaution besteht darin, dass der Kreditnehmer so keine eigenen finanziellen Mittel verwenden muss.

Auslandskredite

Die Vergabe von solchen Krediten erfolgt durch ausländische Banken. In der Regel ist bei der Beantragung keine Schufa- Auskunft von Nöten. Demzufolge erfolgt nach der Vergabe eines Auslandskredits auch keine Meldung bei der Schufa.

Ein Auslandskredit ist normal für Kreditnehmer geeignet, welche bei der Schufa negative Einträge haben und aufgrund mangelnder Kreditwürdigkeit bei deutschen Banken keinen Kredit erhalten.

Bei der Beantragung von Auslandskrediten sollte allerdings in Betracht gezogen werden, dass durch ein bestehendes höheres Kreditrisiko ein solcher Kredit teurer ist. Besteht der Fall, dass sich dabei die kreditgebende Bank dann auch noch außerhalb des Euro- Raumes befindet, dann unterliegt dabei das Währungsrisiko dem Kurs der entsprechenden Fremdwährung. Dies kann einerseits ein Vorteil, aber auch ein Nachteil für den Kreditnehmer sein. Der Nachteil dabei besteht darin, bei  einem hohen Kurs der Fremdwährung, ist dann auch der effektive Jahreszins dementsprechend hoch. Hingegen bei niedrigem Währungskurs ist dann ebenfalls der Zinssatz niedrig.

Eine Vermittlung von Auslandskrediten kann teilweise über einige verschiedene deutsche Banken erfolgen. In der Regel werden dabei aber meist private Kreditvermittlungsgesellschaften tätig.

Eine Vergabe von Auslandskrediten erfolgt aber auch nicht, wenn eine schlechte Kreditwürdigkeit besteht, also ein unregelmäßiges Einkommen vorhanden ist.

Bei den vergebenen Auslandskrediten ist die Kreditsumme auf einige Tausend Euro begrenzt.

Diese Art von Krediten können kurzfristig finanzielle Engpässe überbrücken.

Bagatellkredit

Ein Bagatellkredit wird vom Kreditnehmer in den meisten Fällen in Form eines Konsumentenkredits für diverse Anschaffungen vergeben. Der Kredit ist dabei nicht zweckgebunden. Der Kreditrahmen hierbei ist auf 200 Euro begrenzt. Normal verlangt der Kreditnehmer bei der Vergabe eines Bagatellkredits kaum oder lediglich geringe Sicherungsleistungen. Meist ist dabei der Nachweis von Einkommens- oder Lohnabrechnungen ausreichend. Allerdings wird vom Kreditgeber auch vor der Vergabe eines Bagatellkredits die Bonität des Kreditnehmers geprüft.

Barkredit

Wie der Name es schon besagt, erfolgt bei einem Barkredit die direkte Vergabe von finanziellen Mitteln an einen Kreditnehmer. Normalerweise gewährt der Kreditgeber dabei eine festgelegte Kreditlinie. Diese wird dann für ein normales Bankkonto erlassen. Teilweise je nach Bank kann es allerdings auch möglich sein, dass der Kreditnehmer dafür extra ein Konto anlegen muss.

Auch für die Vergabe eines Barkredits ist die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers von Bedeutung. Aufgrund der Bonität wird dann von der Bank der zuzahlende Zinssatz ermittelt. In der Regel ist der Zinssatz für einen Barkredit recht niedrig. Die Tilgung der Kreditsumme erfolgt flexibel.

Ein Barkredit ist Ausdruck für einen klassischen Raten- bzw. Sofortkredit.

Er ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Handels- und auch Zahlungsmittel.

Blankokredit

Die Vergabe eines Blankokredits durch einen Kreditgeber erfolgt in der Regel ohne besondere verwertbare Sicherungsleistungen. Die vergebenen Kreditbeträge sind hier normal niedrig. Der Kredit wird von Privatpersonen genutzt. Eine Vergabe an Unternehmen erfolgt kaum.

Auf Sicherheiten wird vom Kreditgeber in den meisten Fällen verzichtet, da dabei Kosten für die Errichtung von Sicherungsleistungen im Vergleich zu den vergebenen Kreditbeträgen zu teuer wären.

Die Kreditbeträge liegen bei solchen Krediten normal unter 10.000 Euro. Blanko- kredite werden hier meist als Raten-, Dispokredite und auch Bauspardarlehen vergeben. Eine höhere Kreditsumme kommt nur zur Vergabe, wenn die Bonität des Kreditnehmers in Ordnung ist. Es muss dann feststehen, dass er zu jeder Zeit in der Lage ist den gewährten Kredit zu tilgen.

Beamtenkredit

Der Beamtenkredít wird auch als Beamtendarlehen bezeichnet. Die Vergabe erfolgt nur an Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst. Bei der Kreditsumme handelt es sich dabei um eine bereits noch nicht fällige ausgezahlte Lebensversicherung. Während der gesamten Kreditlaufzeit werden dafür Prämien für diese Lebensversicherung vom Kreditnehmer gezahlt. Es kommen  dann noch die fälligen Zinsen für den Kredit hinzu. Die Tilgung des Kredits erfolgt dann zum Ende der Laufzeit aus der Lebensversicherung. Die dabei verbleibenden Überschüsse werden dann dem Konto des Kreditnehmers gutgeschrieben.

In der Regel ist ein Beamtendarlehen lediglich eine Kombination aus einem Ratenkredit und einer Lebensversicherung. Die Laufzeit dabei ist relativ lang. Die Zinssätze sind dabei während der gesamten Laufzeit festgeschrieben, demzufolge sind die monatlich zu leistenden Raten auch entsprechend gering.

Im Fall, dass vor Beendigung der Laufzeit der Tod des Kreditnehmers eintritt, wird dann der Kredit dabei aus der bis dahin fälligen Lebensversicherung getilgt. Noch bestehende Überschüsse kommen dann zur Auszahlung an die Hinterbliebenen.

Baudarlehen

Es gibt bei einem Baudarlehen verschiedene Arten. Diese Darlehen sind lediglich im Bereich des Bauwesens von Bedeutung.

Die Abstimmung des jeweiligen Darlehens erfolgt vom Kreditgeber genau auf den Bau der betreffenden Immobilie. Bei einer Immobilienfinanzierung nimmt das Baudarlehen den größten Teil in Anspruch.

Die Vergabe solcher Darlehen erfolgt dabei nicht nur von Kreditinstituten oder Banken, sondern daneben auch von Versicherungsgesellschaften.

Bei der Gewährung eines Baudarlehens sind entsprechende Sicherungsleistungen notwendig. Diese erfolgen dabei in einer Hypothekenschuld der Immobilie. Neben den monatlichen Tilgungsbeträgen fallen Zinsforderungen und auch Bearbeitungsgebühren und diverse andere Beträge an. In einem Darlehensvertrag werden neben der Länge der Laufzeit alle für das Darlehen relevanten Konditionen festgeschrieben.

Alternativ zu einem Baudarlehen besteht auch die Möglichkeit der Beantragung eines Immobilienkredits.

Baukredit

Bei den verschiedensten Bauvorhaben entstehen Kosten, welche vom Bauherren zeitnah beglichen werden müssen. Mitunter reichen dafür allerdings die eigenen finanziellen Mittel nicht aus. Um diesen Engpass zu überbrücken gewähren hierfür Banken und Kreditinstitute Baukredite. Dabei werden alle anfallenden Rechnungen, welche in Verbindung mit dem Bauvorhaben stehen, von der Bank beglichen.

Ist dann das Bauvorhaben beendet, wird der Baukredit konsolidiert, also in eine Hypothek umgewandelt. Dazu wird ein Grundpfandrecht für den jeweiligen Kreditgeber in das Grundbuch der Immobilie eingetragen. Aufgrund dessen hat dann die Bank das Recht, bei einer bestehenden Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers aus dem Grundpfandrecht heraus eine Zwangsversteigerung des Hauses zu betreiben.

Betriebsmittelkredit

Der Name besagt es schon, der Betriebsmittelkredit wird zum Erwerb von diversen Betriebsmitteln eingesetzt. Beispielsweise erfolgt dadurch der Ankauf von Rohstoffen und auch Waren, diese sind für den betrieblichen Ablauf notwendig. Er wird dabei nur an Unternehmen vergeben. Es handelt sich bei einem Betriebsmittelkredit um ein kurzfristiges Darlehen. Die Tilgung des Kredits erfolgt durch den Erlös aus den produzierten Gütern und Waren. Das Unternehmen verbucht diesen Kredit als Kontokorrentkredit. Der Vorteil darin besteht, dass nur eine Verzinsung der auch real verbrauchten Kreditsumme erfolgt. Bei Zahlungseingängen wird dann eine Tilgung getätigt.

Eine besondere Form des Betriebsmittelkredits stellt der Saisonkredit dar. Hauptsächlich wird er in der landwirtschaftlichen Produktion genutzt. Er dient zur Überbrückung von finanziellen Engpässen  zwischen der Beschaffung, der Ente und der Veräußerung der Waren.

Buchkredit

Der Buchkredit ist in Form von Kontokorrentkrediten und Lieferkrediten in den Handelsbüchern der Unternehmen zu finden. Ein Buchkredit ist ein kurzfristiger Kredit.

Der Kontokorrentkredit besteht in Form eines Überziehungskredits. Der Kreditgeber räumt bei diesem Kredit dem Kreditnehmer eine vorher vereinbarte Kreditlinie ein. Bis zu dieser Höhe kann dann eine Kontoüberziehung durch das Unternehmen erfolgen. Eine Tilgung des Kontokorrentkredits kann jederzeit durch den Kreditnehmer erfolgen. Infolge kann er dann den Kredit wieder in Anspruch nehmen.

Der Kontokorrentkredit ist kurzfristig. Er wird normal für sechs Wochen von der Bank gewährt. Allerdings besteht danach auch die Möglichkeit einer Verlängerung. Bedingung dafür ist, dass das Konto dann aber in dem vorliegenden Abrechnungszeitraum einmal einen Kontostandswechsel aufweisen kann.

Daneben gibt es noch den Lieferantenkredit. In seiner Form gleicht er dem Kontokorrentkredit, allerdings wird hier die Kreditlinie nicht von einer Bank gewährt, sondern von den Lieferanten des Unternehmens.

Callkredit

Eine andere Bezeichnung für Callkredit ist Fremdwährungskredit. Wie dieser Name es schon besagt, erfolgt hier die Vergabe eines Kredits in einer Fremdwährung. Die Beantragung kann in allen gängigen Währungen, u.a US-Dollar, Schweizer Franken oder auch Japanische Yen erfolgen.

Der Vorteil bei einem solchen Kredit besteht für den Kreditnehmer darin, dass er von den auftretenden Kursschwankungen profitieren kann. Einerseits, aber es besteht das Risiko, dass weder eine kurz- noch langfristige Prognose der Kursveränderungen erfolgen kann.

Callkredite werden von den Kreditgebern in der Regel erst ab einem Kreditvolumen von 50.000 Euro vergeben. Wie auch bei allen anderen Krediten mit einer hohen Kreditsumme sind bei einem Callkredit Sicherheiten notwendig. Die Sicherungsleistungen müssen allerdings einen höheren Wert als die gewährte Kreditsumme aufweisen. Der Grund liegt dabei in den bestehenden Kursschwankungen. Normalerweise betragen dabei die Sicherheiten 120 Prozent von der Kreditsumme.

Callkredite können als kurzfristige, mittelfristige und auch langfristige Kredite gewährt werden. Die Laufzeit liegt dabei bei kurzfristigen Callkrediten zwischen 1 Monat und 1 Jahr und bei mittel- und langfristigen Krediten zwischen 1 Jahr und 10 Jahren.

Während der gesamten Laufzeit bleiben die zu zahlenden Zinssätze gleich, d.h. es besteht auch die Möglichkeit eines variablen Zinssatzes, dabei mit einer Zinsanpassung von 3 bis 6 Monaten.

Diskontkredit

Der Diskontkredit ist ein kurzfristiger Kredit. Die Laufzeit ist hier relativ kurz. Die Grundlage für die Vergabe eines Diskontkredits ist ein Wechsel. Der Wechsel wird durch den Ankauf einer Forderung abgesichert. In diesem Fall wird der Wechsel von der Bank vom Kunden aufgekauft. Zu diesem Zeitpunkt ist der Wechsel noch nicht fällig gestellt. Es besteht noch bestimmter Zeitraum bis zur Einlösung dieses Wechels.

Dem Kunden wird dann von der Bank eine Diskontkreditlinie eingeräumt. Die Vergütung erfolgt in Geld. Die Höhe richtet sich dabei nach der Höhe des Wechsels. Im Gegenzug übernimmt dann die Bank den diskontfähigen Wechsel.

Dispositionskredit

Die Vergabe eines Dispositionskredits erfolgt zeitlich begrenzt. Der Überziehungskredit ist für Privatkunden vorgesehen. Er soll dem Kunden einen bestimmten finanziellen Spielraum ermöglichen.

Normalerweise erfolgt die Vergabe ohne besondere Sicherheiten. Es besteht lediglich die Bedingung, dass regelmäßige monatliche Zahlungseingänge vorhanden sind.

Bei der Nutzung eines Dispositionskredits fallen für den Kreditnehmer Sollzinsen an. Sie werden täglich neu berechnet. Vierteljährlich werden sie dann dem Konto in Rechnung gesetzt.

Das besondere Merkmal dieses Kredits ist seine Kurzfristigkeit. Er ist nicht bei dauerhaften finanziellen Schwierigkeiten geeignet.

DtA – Kredit

Ein DtA – Kredit steht für die klassische Form eines Förderkredits. Vergeben wird dieser von der Deutschen Ausgleichsbank.

Bei einem DtA – Kredit kann in verschiedene Formen unterschieden werden. Angeboten werden das ERP- Existenzgründerprogramm für Existenzgründungen, das Eigenkapitalhilfe- Programm und auch das Ansparprogramm. Am geläufigsten ist dabei der ERP- Kredit für Existenzgründungen.

Eine Beantragung eines DTA – Kredits kann bei jedem Kreditinstitut erfolgen. Die Laufzeit ist relativ lang. Sie liegt zwischen 10 und 20 Jahren. Während dieser Zeit besteht eine Zinsbindung. Die Tilgung erfolgt in Halbjahresraten. Allerdings sind auch Sondertilgungen möglich, aber auch Tilgungsaussetzungen.

Effektenkredit

Die Vergabe eines Effektenkredits ist an keinen bestimmten Verwendungszweck gebunden. Der Kreditnehmer kann die Finanzmittel privat nutzen, für Investitionen oder auch diversen Anschaffungen.

Auch für einen Effektenkredit besteht die Notwendigkeit einer Absicherung. Die Sicherheit ist dabei das vorhandene Wertpapierdepot des Kreditnehmers. Bei der Gewährung eines solchen Kredits wird das Wertpapierdepot dann an die Bank verpfändet. Während der gesamten Laufzeit des Kredits hat der Kreditnehmer keinen Zugriff auf das Depot. Normalerweise befindet sich das verpfändete Wertpapierdepot dann auch bei der kreditgebenden Bank. Es erfolgt nur eine Verpfändung von Wertpapieren, welche an inländischen Börsen gehandelt werden und auch schnell liquidiert werden können.

Die Laufzeit eines Effektenkredits ist unbefristet. Die Bank gewährt dem Kreditnehmer einen vorher festgelegten Kreditrahmen auf seinem Bankkonto. Die Höhe richtet sich dabei nach der Werthaltigkeit der verpfändeten Wertpapiere.

Für die Tilgung besteht normalerweise kein festgelegter Tilgungsplan. Die Tilgung kann jederzeit erfolgen.

Neben der Tilgung entstehen auch Zinsen. Diese werden bei Kontoabschluss dem Konto des Kreditnehmers in Rechnung gestellt. Dies kann monatlich oder auch quartalsweise erfolgen.

Effektivkredit

Die Vergabe von Krediten erfolgt normal als Effektiv- und Eventualkredit.

Der Effektivkredit ist dabei an Geld,- Liefer- oder einen Leistungsumfang gebunden.

Für die Tilgung wird von dem Kreditgeber ein individueller Kreditrahmen festgelegt.

Im Gegensatz dazu steht der Eventualkredit. Hierbei erfolgt vom Kreditgeber eine Zusage über einen eventuellen Kredit. Ein Beispiel dafür wären Bürgschaften. Dabei steht eine dritte Person mit seinen finanziellen Mitteln und auch Namen für eine Geldleistung eines anderen ein.

Bei einer bestehenden Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers kann der Eventualkredit schnell zum Effektivkredit werden, denn der Bürge muss dann die ausstehende Kreditsumme tilgen.

Eilkredit

Eilkredite werden normal als Raten- und Privatkredite vergeben. Der Unterschied zu anderen Krediten besteht darin, dass Eilkredite schneller bearbeitet werden und dann auch schneller zur Auszahlung kommen. Angebote von solchen Eilkrediten sind hauptsächlich im Internet zu finden. Die Entscheidung über die Bewilligung eines solchen Kredits liegt in der Regel dem Antragsteller schon nach wenigen Stunden vor. Die Vergabe erfolgt von den Banken dann meist als Blankokredite.

Voraussetzung für die Beantragung ist der Nachweis einer regelmäßigen Lohn- und Gehaltszahlung. Weitere Sicherungsleistungen sind nicht notwendig.

Bei Angeboten von Direktbanken übers Internet liegt der effektive Zinssatz unter dem Zinssatz von Filialbanken.

Ratsam ist es vor der Beantragung einen Vergleich von Angeboten, hinsichtlich der Konditionen, Kosten bei vorzeitiger Tilgung und Bearbeitungsgebühren durchzuführen.

Endfälliges Darlehen

Während der Laufzeit eines endfälligen Darlehens zahlt der Kreditnehmer lediglich festgelegte Zinsen. Es erfolgt dabei keine Tilgung der Kreditsumme.

Bei einem endfälligen Darlehen wird neben der regelmäßigen Zinszahlung eine Tilgung angespart. Möglichkeiten für eine Ansparung wären Festgelder, Lebensversicherungen oder auch Bausparverträge.

Existenzgründerdarlehen

Existenzgründerdarlehen sind nur für Personen vorgesehen, welche den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen, aber kein Eigenkapital zur Verfügung steht.

Die Beantragung eines solchen Darlehens erfolgt bei der Bank, allerdings über die endgültige Vergabe entscheidet dann das jeweilige Bundesland.

Bei der Beantragung eines Existenzgründerdarlehens muss der Bank ein aussagekräftiger Businessplan vorliegen.

Diese Darlehen dienen normal zur Förderung von kleinen und auch mittleren Unternehmen, Existenzgründern und Freiberuflern.

Der Antragsteller muss dabei bestimmte Anforderungen erfüllen.

Darunter fallen die Anzahl der Mitarbeiter und auch die Höhe der Umsatzgrenze.

Bei einem Kleinstunternehmen dürfen dabei nicht mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigt sein und die Umsatzgrenze muss unter 2 Millionen Euro liegen.

Die Mitarbeitergrenze darf bei einem Kleinunternehmen 50 Mitarbeiter und eine Umsatzgrenze von 10 Millionen nicht überschreiten.

Die Beschäftigungszahl liegt bei mittleren Unternehmen bei 250 Mitarbeitern und die Umsatzgrenze bei 50 Millionen.

Zur Förderung kommen bei einem Existenzgründerkredit alle Anschaffungs- und auch Herstellungskosten für diverse Betriebsmittel und auch Wirtschaftsgüter, die Umstellung eines bestimmten Warensortiments, aber auch der Kauf von Betriebsstätten oder deren Erweiterung.

Festkredit

Festkredite sind hinsichtlich mittelfristig und langfristig geplanter Investitionen besonders für Unternehmen geeignet.

Man kann bei einem Festkredit in zwei verschiedene Phasen unterscheiden. Während der ersten Phase muss der Kreditnehmer die vorher festgelegten Zinsen zahlen. Die Zinsen bleiben während der gesamten Laufzeit festgeschrieben. In dieser Phase erfolgt noch keine Tilgung der Kreditsumme. Die zweite Phase des Festkredits beginnt erst wenn die komplette Zahlung der Kreditzinsen erfolgte. Nun beginnt dann die Tilgung der Kreditsumme nach einem festgelegten Tilgungsplan. Die Tilgung kann dann entweder in regelmäßigen Raten erfolgen, aber es besteht für den Kreditnehmer auch die Möglichkeit einer Einmalzahlung.

Firmenkredit

Bei der Vergabe eines Firmenkredits handelt es sich immer auch um die Vergabe eines hohen Kreditvolumens. Der Firmenkredit ist für juristische Personen, Unternehmen und auch Selbstständige bestimmt.

Diese Kredite sollen zur Finanzierung von Büro- und Geschäftsausstattungen, Maschinen, Investitionen und ebenfalls zur Steigerung des Ertrages verwendet werden.

Natürlich muss bei der Vergabe eine entsprechende Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers vorliegen. Aussagen dazu sind im Gesellschaftsvertrag und auch in öffentlichen Registern vorhanden.

Die Prüfung der Kreditwürdigkeit basiert auf der Grundlage der Vermögensaufstellungen, der Jahresbilanzen und auch der Gewinn- und Verlustrechnungen der vergangenen Jahre. Parallel dazu wird für jeden Antragsteller ein Scoring- und Ratingverfahren durchgeführt. Dadurch kann nahezu eine Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls ermittelt werden.

Natürlich ist auch bei einem solchen Kredit eine Sicherungsleistung notwendig. Die Höhe ist dabei von der ermittelten Risikoklasse des Kreditnehmers bestimmt.

Eine Sicherungsleistung wird bei einem Firmenkredit normalerweise über Bürgschaften oder auch durch die Einrichtung einer Grundschuld vorgenommen.

Floorkredit

Der Floorkredit nimmt eine etwas besondere Stellung bei den Kreditarten ein. Er  ist  in seinem Sinne eine doch etwas besondere Vereinbarung zwischen einem Kreditgeber und einem Kreditnehmer. Bei einer solchen Vereinbarung erfolgt zwischen den Partner eine Festlegung einer bestimmten Zinsuntergrenze.

Sollte dann der bestehende Marktzins unter diese festgelegte Floorgrenze fallen, dann besteht für den Kreditnehmer die Pflicht, einen entsprechenden Ausgleich an den Kreditgeber zu zahlen. Es erfolgt so eine Absicherung des Kreditnehmers vor einem drohenden Zinsverlust. Der Kreditgeber überlässt dem Kreditnehmer eine so genannte Floorprämie.

Es besteht auch noch die Möglichkeit einen Floorkredit mit einem Callkredit zu kombinieren. Im Gegensatz zum normalen Floorkredit wird hier dann eine Zinsobergrenze festgelegt.

Diese Kombination der beiden Kreditarten führt zu einer höheren Absicherung durch den Collar, dem Zinskorridor.

Verwendung findet diese Kreditart normal bei der Finanzierung von größeren Projekten u.a Immobilienfinanzierungen.

Forderungszessionskredit

Bei dieser Kreditart erfolgt eine Abtretung von noch offenen Rechnungen für Waren und Leistungen, die bereits erbracht oder geliefert wurden, durch Kreditnehmer an die Bank. Der Kreditgeber, die Bank, leistet dann dafür einen entsprechenden Gegenwert in Höhe der Rechnungsbeträge, abzüglich der anfallenden Bankgebühren und Zinsen. Die Leistung erfolgt in Geld und wird dem Konto des Kreditnehmers gutgeschrieben. Er kann sofort darüber verfügen.

Bei einem Forderungszessionskredit kann in zwei verschiedene Formen unterschieden werden. Einmal in die offene Zession und dann in die stille Zession.

Während bei einer stillen Zession der Schuldner keine Mitteilung über die Abtretung der offenen Forderung an  die Bank erhält, wird bei einer offenen Zession die Abtretung dann dem Schuldner mitgeteilt.

Erfolgt dann bei einer stillen Zession die Zahlung durch den Schuldner, muss diese dann an die Bank weitergeleitet werden. Hingegen leisten bei einer offenen Zession der Schuldner die fälligen Leistungen direkt an die Bank.

Sollte der Schuldner in Zahlungsverzug kommen, dann ist der Kreditnehmer verpflichtet an die Bank eine andere offene Forderung zu zedieren, also abzutreten.

Weitergehend kann dann das Factoring noch Anwendung finden. Dies ist lediglich eine Weiterentwicklung der Forderungszession. Bei einem Factoring erfolgt dann die Debitorenbuchhaltung durch die Bank. Automatisch erstellt dabei die Bank sämtliche Mahnschreiben und zieht auch notfalls fällige Forderungen gerichtlich ein. Das Factoring gehört zur offenen Zession.

Garantiekredit

Ein Garantiekredit bezeichnet lediglich eine Bankgarantie. Hierbei wird vom Kreditinstitut ein schriftliches Zahlungsversprechen über eine Zahlung gegeben, wenn der Kreditnehmer dafür alle bereits in einem Kreditvertrag festgelegten Bedingungen erfüllt hat. Darunter fällt auch ein Zahlungsversprechen in einer festgelegten Höhe für eine Entschädigung, falls dem Kreditnehmer aus dem Garantiekredit Nachteile entstehen sollten oder gar der vertraglich abgesicherte Erfolg nicht zum Tragen kommt.

Die Zahlung der Kreditsumme erfolgt auf die erste Anforderung des Kreditnehmers. Allerdings muss er dann alle Voraussetzungen aus dem Kreditvertrag erfüllt haben.

Garantiekredite werden bei Inlands- und auch bei Auslandsgeschäften eingesetzt. Hierbei wird in verschiedene Bankgarantien unterschieden, als da wären Ausschreibungsgarantien, Anzahlungsgarantien, Gewährleistungsgarantien, Lieferungsgarantien,  Leistungsgarantien und auch Bietungsgarantien.

Ein Garantiekredit ist eine besonders günstige Alternative zur Zahlungsabsicherung.

Es gelten dabei keine gesetzlichen Regelungen, sondern es sind schuldrechtliche Verträge. Der Vertragsinhalt wird in der Regel von den beteiligten Vertragspartnern selbst festgelegt.

Gesundheitskredit

Gesundheitskredite werden zur Finanzierung von ärztlichen Behandlungen vergeben. Diese Behandlungen werden normal nicht von den Krankenkassen getragen. Die Kreditvermittlung erfolgt meist durch die Kliniken selbst, durch Kassenärzte oder auch ärztliche Praxen. Die vermittelten Kreditsummen liegen zwischen 1500 und 9000 Euro. Der Zinssatz bei solchen Gesundheitskrediten ist sehr gering, normal liegt er bei 5,49 Prozent. Die Laufzeit beträgt 12 bis 72 Monate.

Durch solche Kredite werden Schönheitsoperationen, wie Brustvergrößerungen- und auch verkleinerungen, Straffungen, Fettabsaugen, Face Lifting, Haartransplantationen finanziert. Gern wird er auch bei Augenkorrekturen durch eine Laserbehandlung, Zahnkronen  und sonstige Zahnimplantate, sowie Zahnregulierungen eingesetzt.

Gewerbekredit

Bei einem Gewerbekredit erfolgt die Vergabe von höheren Kreditsummen. Der Effektivzins ist dabei recht niedrig. Im Gegensatz dazu ist der Tilgungssatz höher ausgelegt.

Mit diesem Kredit erfolgt u.a. die Finanzierung von gewerblich genutzten Objekten, darunter Büros, Restaurants, Hotels, Fabriken und sonstige Geschäftsimmobilien.

Beim Abschluss eines Gewerbekredits muss die Bank den effektiven Zinssatz immer extra ausweisen.

Großkredit

In Deutschland wird ein Kredit als Großkredit bezeichnet, wenn dieser einen bestimmten Prozentsatz des Eigenkapitals des Kreditgebers überschreitet. Dieser beträgt hier 10 Prozent.

Zur Feststellung werden dabei alle Einzelkredite herangezogen.

Bei der Vergabe eines Großkredits ist es Gesetz, dies der Evidenzzentrale der Bundesbank zu melden. Sämtliche Einzelheiten über eine Vergabe sind dabei im Kreditwesengesetz (KWG) verankert. Berücksichtigung findet dabei, ob die Großkreditgesamtoberfläche bereits erreicht ist oder der Kreditgeber gar selbst Eigenhandel betreibt, ebenfalls der Verwendungszweck des Kredits.

Es kann durchaus der Fall sein, dass zur Genehmigung eines Großkredits ein einstimmiger Beschluss aller Geschäftsleiter vorliegen muss.

Gründerkredit

Wie der Name es schon besagt wird ein Gründerkredit zur Gründung eines Unternehmens vergeben. In der Regel werden Kredite an Unternehmen nur bei positiven Bilanzen bewilligt.

Soll nun ein Unternehmen neu gegründet werden, dann können demzufolge noch keine Bilanzen vorgelegt werden.

Es besteht nun die Möglichkeit, dass Neugründer entsprechende Gründerkredite von den Ländern oder vom Bund erhalten können.

Die Beantragung eines Gründerkredits kann bei der Mittelsstandsbank, einer halbstaatlichen Einrichtung oder auch bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erfolgen.

Der Antragsteller muss dazu einen aussagekräftigen Businessplan vorlegen können. Dieser muss u.a enthalten die Höhe der Einnahmen und wann mit den ersten Einnahmen zu rechnen ist.

Handelskredit

Der Handelskredit ist namentlich auch als Lieferantenkredit bekannt. Er findet Verwendung bei Handelsgeschäften.

Die Kreditvergabe erfolgt durch den Lieferanten. Er räumt seinen Kunden eine bestimmte Zahlungsfrist, meist zwischen 30 und 90 Tagen, ein. Sämtliche Regelungen dazu sind in den Geschäftsbedingungen des Lieferanten verankert.

Der Handelskredit hilft die Zeit, zwischen dem Absatz und der Beschaffung von neuer Ware zu überbrücken. Die Begleichung erfolgt durch die erzielten Einnahmen.

Ein Handelskredit kann für den Kreditnehmer mit Vorteilen, aber auch Nachteilen verbunden sein.

Der Kreditnehmer erhält meist bei der Zahlung des Betrages vor Ablauf der Zahlungsfrist ein Skonto. Es können aber auch Verzugszinsen entstehen, falls keine Zahlung innerhalb der festgesetzten Zahlungsfrist erfolgt.

Hausfrauenkredit

Früher konnten auch Hausfrauen einen Kredit beantragen. Dazu war es lediglich notwendig, dass sie den Nachweis erbrachten, dass sie verheiratet sind und der Ehemann ein regelmäßiges Einkommen bezieht.

Nachteilig wirkten sich solche Kredite dann bei Ehescheidungen aus. Die Hausfrauen waren dann meist nicht mehr in der Lage, eine Abzahlung zu leisten. Dies bedeutete dann ein Verlustgeschäft für den Kreditgeber.

Heute wird der Hausfrauenkredit in seiner ursprünglichen Form nicht mehr vergeben. Der Ehemann muss hier dann als Mitantragsteller auftreten.

Hypothekarkredit

Der Hypothekarkredit wird als zweckgebundener Kredit vergeben. Der Kredit soll einen Kauf, Renovierung oder auch Bau von Wohneigentum ermöglichen.

Die Vergabe eines solchen Kredits ist an eine Sicherungsleistung gebunden. Hier findet dann eine Hypothek zu Lasten der betreffenden Immobilie Anwendung. Der Eintrag der Hypothek erfolgt in das Grundbuch der Immobilie für die gesamte Laufzeit des Kredits. Sie erlischt dann automatisch, wenn der Kreditnehmer die Finanzierungsmittel, einschließlich der Zinsen und angefallen Gebühren getilgt hat.

Die Höhe der Hypothek richtet sich nach der Bonität des Kreditnehmers. Sie kann bis zu einer Höhe von 750.000 Euro vergeben werden. Für die Rückzahlung der Hypothek stehen dem Kreditnehmer zwei verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Es kann eine Tilgung in regelmäßigen Raten während der gesamten Laufzeit erfolgen oder die Zahlung in einem endfälligen Betrag. Dann ist die gesamte Kreditschuld am Ende der Laufzeit fällig. Bei beiden Zahlungsmodellen müssen laufend Zinsen gezahlt werden.

Sollte der Kreditnehmer in einen Zahlungsverzug kommen, dann ist die Bank berechtigt, die Immobilie zu verwerten.

Immobilienkredit

Bei einem Immobilienkredit handelt es sich um einen zweckgebundenen Kredit. Die Laufzeit ist dabei langfristig. Der Immobilienkredit wird zum Kauf, Bau oder auch Renovierung von Wohneigentum eingesetzt.

Bei der Tilgung der Kreditsumme bestehen zwei verschiedene Möglichkeiten. Der Kreditnehmer kann regelmäßige Raten leisten oder die gesamte Kreditsumme in einer Summe bei Fälligkeit zurückzahlen.

In der Regel wird bei einer endfälligen Tilgung ein so genanntes Tilgungssurrogat eingerichtet. Dabei wird Kapital für die Kredittilgung aufgebaut. Regelmäßig werden dann dort festgelegte Beträge eingezahlt.

Allerdings sind auch hier, während der gesamten Laufzeit Zinsen zu zahlen. Der Kreditnehmer kann dabei selbst zwischen einem festen und variablen Zinssatz wählen. Danach ist dann der Zinssatz während der gesamten Laufzeit festgelegt.

Auch hier ist eine Sicherungsleistung notwendig. Diese erfolgt in der Errichtung einer Grundschuld. Sie wird in das Grundbuch eingetragen. Es besteht dann für die Bank das Recht, bei ausbleibenden Zahlungen durch den Kreditnehmer, die Immobilie zu verwerten.

Importkredit

Ein Importkredit dient für Finanzierungen im Außenhandel. Er hilft dem Kreditnehmer, die Zeit zwischen dem Wareneingang und der Bezahlung der Waren durch den Abnehmer zu überbrücken. Als Sicherheit dient hierbei die Ware selbst. Es erfolgt die Übereignung der Ware an die Bank bis zum endgültigen Geschäftsabschluss. Nach erfolgter Zahlung wird die Ware an Käufer weitergegeben.

Das Zahlungsziel muss dabei im Kreditvertrag enthalten sein.

Für ein Unternehmen besteht bei der Inanspruchnahme eines Importkredits der Vorteil, dass keine Zahlung der Waren aus dem Betriebsvermögen erfolgen muss. So können die vorhandenen liquiden Mittel für die Produktion eingesetzt werden.

Der Importkredit wird in verschiedene Formen unterteilt, wie den Form- Akzeptkredit, den Form- Rembourskredit, den Form- Negoziierungskredit und den Form- Exportkredit.

Investitionskredit

Der Investitionskredit wird auch als Anlagekredit bezeichnet. Es ist ein langfristiger Kredit. Er wird zur Finanzierung und Realisierung von den unterschiedlichsten unternehmerischen Projekten vergeben. Dazu gehören beispielsweise Firmengründungen, Kauf von Gebäuden, Maschinen oder industriellen Anlagen. Er wird also zum Erwerb von Anlagevermögen eingesetzt.

Die Bank ist in der Pflicht, die gesamte Kreditsumme beim Kauf von Investitionsgütern auszuzahlen.

Die Tilgung des Kredits erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt in dabei festgelegten Raten. Dadurch besteht für das Unternehmen keine laufende Kreditbelastung. Die Rückzahlung des Kredits kann langfristig in die Planung einfließen.

KfW – Kredit

Der Verwendungszweck für einen KfW-Kredit kann vielfältig sein. Die Vergabe erfolgt an juristische Personen. Diese müssen in Deutschland wohnhaft sein. Eine Rückzahlung erfolgt durch laufende regelmäßige Raten. Es besteht aber auch die Möglichkeit tilgungsfreier Jahre. Allerdings müssen dann auch während dieser Zeit Zinsen gezahlt werden.

Diese Kredite können bei jeder inländischen Bank beantragt werden. Angeboten werden dabei verschiedene KfW- Förderprogramme. So wird bei dem Startgeld für Existenzgründer maximal eine Kreditsumme bis 50.000 Euro gezahlt. Der Kauf und Erwerb von Immobilien wird bis höchstens 100.000Euro gefördert.

Für Studenten ist hierbei der KfW- Studentenkredit interessant. Die Beantragung kann von jedem Vollzeitstudenten unter 30 Jahren erfolgen. Bei der Vergabe findet die finanzielle Situation der Eltern keine Berücksichtigung.

Kleinkredit

Bei einem Kleinkredit werden Kreditsummen in Höhe zwischen 500 und 3000 Euro vergeben. Der effektive Jahreszins bei einem Kleinkredit ist verhältnismäßig gering. Die Laufzeit liegt zwischen 1 und 5 Jahren. Die anfallenden Bearbeitungsgebühren stehen in keinem Verhältnis zu den geringen Verwaltungskosten und Laufzeiten des Kleinkredits. Meist sind sie genau so hoch wie bei anderen Krediten.

Eine Beantragung eines Kleinkredits kann bei jeder Bank oder auch Kreditvermittlungsgesellschaft erfolgen.

Konsumentenkredit

Die Vergabe eines Konsumentenkredits erfolgt in Form eines Ratenkredits zur Finanzierung von Anschaffungen von diversen Konsumgütern.

Früher wurde der Konsumentenkredit auch als Hausfrauenkredit bezeichnet. In der Regel sind die Kreditsumme und auch die Laufzeit recht gering. Der Kreditnehmer muss dabei einen Nachweis eines regelmäßigen Einkommens erbringen. Die Rückzahlung erfolgt in Raten. Eine Rate enthält einen Tilgungsbetrag, angefallene Gebühren und die vereinbarten Zinsen.

Manche Kreditgeber verlangen mitunter einen Abschluss einer Restschuldversicherung. Diese mindert das Risiko eines Zahlungsausfalls bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder auch bei Tod des Kreditsnehmers.

Kontokorrentkredit

Ein Kontokorrentkredit bezeichnet den Dispositionskredit für Selbstständige. Die Vergabe erfolgt als zeitlich kurzfristiger Kredit. Für den betreffenden Kreditnehmer wird ein Kreditlimit ermittelt. Die Höhe richtet sich dabei nach der Höhe der monatlichen Einkünfte.

Meist wird er vom Kreditnehmer für die monatlichen anfallenden Lohnzahlungen oder Materialkäufe eingesetzt.

Erfolgt die Nutzung eines Kontokorrentkredits wird dazu ein Kontokorrentkonto errichtet.

Kredit

Der Kredit bezeichnet die Überlassung eines Geldbetrages oder Zahlungsversprechen für eine festgelegte Zeitdauer  von einem Kreditgeber an einen Kreditnehmer.

Für die Überlassung der Geldsumme wird vom Kreditnehmer ein Entgelt, die Zinsen, gezahlt.

Bei der Aufnahme eines Kredits entstehen für den Kreditnehmer verschiedene Kosten, wie eine Kreditprovision, Sollzinsen, Bearbeitungsgebühren und Kontoführungsgebühren.

Dabei gibt es zweckgebundene Kredite und Kredite zur freien Verwendung, weiterhin kurzfristige, mittelfristige und langfristige Kredite.

Lombardkredit

Die Vergabe von Kreditmitteln erfolgt bei einem Lombardkredit in Abhängigkeit von dem Wertpapierdepot des Kreditnehmers. Die Höhe richtet sich dabei nach der Höhe des Beleihungswerts der im Depot vorhandenen börsenfähigen Wertpapiere. Das Depot wird während der Laufzeit an die Bank verpfändet. Der Depotbestand unterliegt in seiner Wertigkeit dabei ständigen Schwankungen. Es erfolgt dadurch eine ständige Überprüfung durch die Bank. Daraufhin wird die Kreditsumme dann angepasst.

Die Auszahlung der Kreditsumme erfolgt auf ein separates Konto. Es handelt sich dabei um einen unbefristeten Kredit. Es kann jederzeit eine Tilgung erfolgen.

Mikrokredit

Ein Mikrokredit gehört zu den Kleinkrediten. Der Kreditrahmen übersteigt dabei keine 1000 Euro. Die Vergabe erfolgt an Kleinstunternehmer in Entwicklungsländern. Kreditgeber sind hier meist Finanzdienstleister und nicht staatliche Organisationen, hauptsächlich handelt es sich dabei um internationale Kreditgeber. Eine Rückzahlung erfolgt hier in individuell angepassten Raten, unter der Berücksichtigung der sozialen Möglichkeiten. Der effektive Jahreszins liegt bei solchen Krediten wesentlich höher als bei den herkömmlichen Kreditarten.

Privatkredit

Der Privatkredit wird normal als Ratenkredit an Privatpersonen vergeben. Der Kreditnehmer muss in diesem Fall volljährig und auch kreditwürdig sein. Dabei wird die Bonität vom Kreditgeber überprüft. Der  Kreditgeber verlangt vom Kreditnehmer die letzten drei Einkommensnachweise.

Es gibt für Privatkredite viele Anbieter. Ein Vergleich ist dabei ratsam. Die Rückzahlung erfolgt in regelmäßigen, monatlichen Raten. Die Rate enthält einen Tilgungsbetrag, Zinsen und Bearbeitungsgebühren. Im Allgemeinen richtet sich der Zinssatz dabei nach der Länge der Laufzeit und auch nach der Höhe der Kreditsumme. Die Laufzeit liegt normalerweise zwischen 1 und 7 Jahre.

Rahmenkredit

Die Einrichtung eines Rahmenkredits erfolgt auf einem Girokonto. Dabei gibt es keine festen Laufzeiten. Der Kredit ist ebenfalls nicht zweckgebunden. Die Rückzahlung erfolgt nicht nach einem festgelegten Tilgungsplan. Die Tilgung kann jederzeit durch Überweisungen und Einzahlungen auf das Konto erfolgen. Es werden nur Zinsen für den jeweils beanspruchten Kreditbetrag berechnet. Mit den Zinsen wird dann das Konto entweder monatlich oder auch quartalsweise belastet.

Die Höhe des Kreditrahmens steht  in Abhängigkeit von den monatlichen Geldeingängen und dem vorhandenem Anlagevermögen des Kreditnehmers.

Ratenkredit

Eine Vergabe von Ratenkrediten erfolgt meist zur Anschaffung von Konsumgütern. Daher wird er auch als Konsumentenkredit bezeichnet. Es werden dabei zwischen dem Kreditgeber und dem Kreditnehmer feste Verträge geschlossen. Die Tilgung eines Ratenkredits erfolgt in regelmäßigen Raten. Einen Ratenkredit können juristische Personen beantragen. Diese müssen allerdings volljährig sein und sich in einem festen Arbeitsverhältnis befinden. Vom Kreditgeber erfolgt dabei eine Bonitätsprüfung.

Während der gesamten Laufzeit besteht ein fester Zinssatz. Nebenbei fallen bei einem Ratenkredit auch Bearbeitungsgebühren an. Nach den persönlichen Möglichkeiten des betreffenden Kreditnehmers werden dann die Länge der Laufzeit und die Höhe der Kreditsumme festgelegt.

Schnellkredit

Das besondere Merkmal eines Schnellkredits besteht in seiner schnellen Bearbeitung und auch Auszahlung. Ein Schnellkredit ist eine besondere Form des Privat- und Konsumentenkredits.  Sie werden als Blankokredite vergeben.

Diese Kredite werden meist über das Internet angeboten.  Innerhalb weniger Stunden liegt dann bereits eine Entscheidung vor. Lediglich muss der Kreditnehmer bei einer Vergabe die letzten drei Lohn- oder Gehaltsabrechnungen vorlegen.

Schufafreier Kredit

Ein schufafreier Kredit wird auch als Schweizer Kredit bezeichnet. Er wird von Banken aus der Schweiz vergeben. Angeboten werden sie über das Internet.  Der Kreditgeber stellt bei einer Vergabe keine Anfragen bei der Schufa hinsichtlich der Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Ebenfalls wird die Aufnahme eines solchen Kredits nicht an die Schufa gemeldet.

Allerdings muss ein Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen. Der betreffende Antragsteller muss dabei bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben und darf auch nicht älter als 55 bis 58 Jahre sein. Er muss über ein regelmäßiges Einkommen verfügen. Bei seinem jetzigen Arbeitgeber sollte er mindestens ein Jahr beschäftigt sein. Ebenfalls müssen männliche Antragsteller unter 23 Jahren bereits den Wehrdienst abgeleistet haben oder dementsprechend einen Freistellungsnachweis erbringen.

In der Regel kann ein Schweizer Kredit von Arbeitnehmern, Beamten und Soldaten beantragt werden. Rentner, Hausfrauen, Studenten und Selbstständige sind von der Vergabe eines solchen Kredits ausgeschlossen. Ebenfalls besteht für Personen, welche eine Eidesstattliche Erklärung abgegeben haben oder sich in der Insolvenz befinden keine Möglichkeit einen solchen Kredit zu erhalten.

Die Beantragung und auch Auszahlung eines Schweizer Kredits erfolgt diskret. Die Auszahlung erfolgt entweder per Postanweisung oder auf das Girokonto. Der Kredit wird in monatlichen Raten zurückgezahlt. Diese enthalten neben einem Tilgungsbetrag, Zinsen und auch die Bearbeitungsgebühren.

Studentenkredit

Ein Studentenkredit wird zur Finanzierung des Lebensunterhalts des Studierenden vergeben, so dass dieser sich auf das Studium konzentrieren kann.

Bei einem Studentenkredit erfolgt die Auszahlung der Kreditsumme in monatlichen Raten. Dabei ist die Höhe unterschiedlich. Sie liegt zwischen 100 und 600 Euro. Die Höhe des Zinssatzes für solche Kredite liegt normal unter dem üblichen Marktzins. Die Laufzeit kann bis zu 25 Jahre betragen.  Der Kredit wird erst nach der Beendigung des Studiums zurückgezahlt. Es besteht auch die Möglichkeit einer Tilgungsaussetzung für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten, so dass der Absolvent eine Anstellung suchen kann.

Strohmannskredit

Dieser Kredit wird in der Regel von einem Kreditgeber an eine dritte Person vergeben. Dafür können verschiedene Gründe vorliegen. Einerseits möchte der Kreditnehmer unerkannt bleiben oder er bekommt keine weiteren Kredite von einem Kreditinstitut.

Diese Art Kredite sind dabei aber juristisch zulässig.

Zwischenkredit

Zwischenkredite sollen kurzfristig bei einem Untenehmen eine Liquidität herstellen. Dies kann beispielsweise durch einen Kontokorrentkredit erfolgen. Zwischenkredite sind normalerweise schnell abrufbar und im Einsatz flexibel. Sie werden für kurzfristige Investitionen eingesetzt. Allerdings birgt ein Zwischenkredit auch einen Nachteil. Die Zinsen sind hierbei sehr hoch.

 

 

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